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Barcelona – Mekka für Architektur Fans

Ich habe ein Faible für Architektur, das muss ich zugeben. Mich faszinieren alte Gebäude mit aufwendigen Stuck-Fassaden, pompöse Prunkbauten und landestypische Architektur wie zB die weißen Dörfer in Griechenland oder Südspanien. Aber auch die moderne Architektur der Superlative, wie es sie in mittlerweile nahezu allen europäischen Metropolen zu finden ist, finde ich total spannend. Barcelona ist ein Mekka für Kunst- und Architektur-Liebhaber. Eine Reise in die katalanische Hauptstadt wird unweigerlich auch zu einer Kulturreise und Spanien ist für mich generell immer wieder ein Architektur-Hightlight. Wer mit dem Thema wenig am Hut hat, den muss ich jetzt vorwarnen, in diesem Blogpost geht es hauptsächlich um die architektonischen Leckerbissen in Barcelona!

Gaudí  & Modernisme

Wer Barcelona besucht, kommt am berühmtesten Sohn der Stadt, dem Architekten Antoni Gaudí nicht vorbei!  Er machte die katalanische Architektur weltberühmt und ist das bedeutendste Aushängeschild des Modernisme, dem katalanischen Jugendstil.  Diese Kunstbewegung ist in Österreich als Secession und in Frankreich als Art Nouveau bekannt. Keine andere Stadt hat mehr Bauwerke, die als UNESCO Welterbe gelten, als Barcelona. Und von diesen 9 Gebäuden sind  alleine 7 der künstlerische Nachlass von Gaudí.

Besonders charakteristisch für den Modernisme  ist die unverwechselbare Kombination aus Formen, Farben, Materialien und Bauweisen. Es wurde viel mit Keramik gearbeitet, Stahl, buntes Glas und verspielte Elemente zieren die Fassaden.

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Keramikarbeiten bei der Casa Mila

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die Echse im Park Guell als Symbol für den Modernisme

Die Architekten ließen die traditionelle Handwerkskunst in Form von Schmiedekunst einfließen. Besonders schön ist diese Schmiedekunst bei den Balkonen der Casa Milá, den von Gaudí gestaltetem Wohnhaus im Stadtteil Eixample zu sehen.

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Casa Mila am Passeig de Gracia

Casa Milá/La Pedrera

Die massive, felsige Front des Hauses wird nur durch die welligen, schmiedeeisernen Balkone durchbrochen. Gaudí hat hier bewusst auf viel Farbe verzichtet und auf die naturbelassenen  Materialien gesetzt.

Das Highlight ist die Dachterrasse, von wo aus man einen herrlichen Rundumblick auf die Stadt hat. Sehr spektakulär sind die Schornsteine, Lüftungsschächte und Treppenaufgänge in fantasievollen Farben und Formen.

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Dachterrasse bei der Casa Mila

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auf dem Dach der Casa Mila

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die außergewöhnlichen Schornsteine und Lüftungsschächte

Alle Infos zur Casa Milá gibt es hier:

www.lapedrera.com  oder http://www.barcelona.de/de/barcelona-casa-mila-pedrera.html

 Park Guёll

Die Parkanlage thront hoch über der Stadt und hier wollte Gaudí seine Kunst mit der Natur verbinden. Ursprünglich wollte der Industrielle Guell eine Gartenstadt mit 60 Villen errichten lassen, für die sich jedoch keine Interessenden fanden. Also blieben die 2 Muster-Häuser die einzigen in dem Park, eines davon wurde sogar Gaudís Wohnhaus, heute ist es das Gaudí Museum.

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Gaudi Häuser im Park Guell

Der Park Guell gleicht einem verspielten Märchengarten, mit angelegten Wegen, Mauern, Brücken und einer großen Terrasse. In die Balustrade wurden Nischen in Schlangenform eingearbeitet, die als Sitzbänke dienen. Jede ist ganz individuell mit Bruchkeramik verziert und lädt zum Sitzen und Verweilen ein, da man von der Terrasse aus einen herrlichen Ausblick über die Stadt hat.

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Treppe mit Tempelanlage

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Mosaikbänke

Infos zum Park Guell gibt es hier oder unter http://www.barcelona.de/de/barcelona-park-guell.html

Sagrada Familia

Die Sagrada Familia wurde zu Gaudís Lebenswerk und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Seit 1882 wird an der Kirche gebaut, es gibt kaum ein Foto auf dem nicht irgendwo ein Kran zu sehen ist. Zum 100. Todestag von Gaudí soll das Meisterwerk fertig sein, finanziert wird der Bau aus Spenden und Eintrittsgeldern.

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kein aktuelles Foto ohne Baukräne

Ist man sonst auch kein Fan davon, im Urlaub Kirchen oder Sakralbauten zu besichtigen, so sollte sich dennoch niemand die Sagrada Familia entgehen lassen. Beim Betreten der Basilika verschlägt es einem wahrhaftig den Atem. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Innen ist die Sagrada großteils fertiggestellt und statt wie bis vor einigen Jahren Baugerüste und Kräne dominierten, können die Besucher nun ein spektakuläres System von Gewölben und Säulen bestaunen. Besonders wenn das Sonnenlicht durch die riesigen, bunten Glasfenster fällt, entsteht in der Kirche eine einzigartige Atmosphäre. Gaudí selbst ist in der Krypta der Sagrada begraben, diese ist aber nicht ständig zugänglich.

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die imposanten bunten Fenster

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die Decke des Kirchenschiffs

Alle Infos über den Bau und die vielen Details der Sagrada gibt es unter www.sagradafamilia.org oder  http://www.barcelona.de/de/barcelona-sagrada-familia.html

Aufgrund der Massen von Touristen, die Barcelona jährlich aufsuchen, muss besonders der Besuch der  beliebten Sehenswürdigkeiten vorab geplant werden. Am besten überall vorab online Tickets reservieren und bereits zeitlich festlegen, wann der Besuch sein soll. Bei der Sagrada Familia sind Besichtigungen am frühen Morgen besonders ratsam, damit man überhaupt etwas davon hat und nicht nur von Menschenmassen herumgeschoben wird. Auch beim Park Guell unbedingt vorab online Tickets reservieren: wir haben darauf verzichtet und mussten 6 Stunden auf den Einlass warten!

 Architektur Walk durch die Hauptstadt Kataloniens

Wem das Vorab-Reservieren, Planen von Besuchen oder Anstehen bei Gaudís Gebäuden zu stressig ist, der kann trotzdem jede Menge Architektur in Barcelona in sich aufsaugen, und diese zum Beispiel bei einem Spaziergang durch die Stadt genießen.

 Passeig de Gracia

Flaniert man den Brachtboulevard (und das teuerste Shopping-Pflaster Barcelonas) entlang, so kann man die Casa Batló, Casa Milà, Casa Lleó Morera und Casa Amatller auch von außen bestaunen. Die Häuser können auch besucht werden, wie überall ist dafür jedoch Eintritt zu bezahlen und man muss mit Wartezeiten rechnen.

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die Casa Batló (re.) und die Casa Amatler (li.)

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Casa Lleó Morera

 Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

Dieses wurde bis 2009 als Klinikkomplex geführt und ist ebenfalls ein bedeutendes Gebäude im Modernisme-Stil. Es stammt aus der Feder des katalanischen Architekten Lluis Domènech i Montaner. Schon der Haupteingang des Krankenhauses ist beeindruckend und ohne Eintritt zu bezahlen zu sehen. Wer jedoch den wunderschönen Innenhof und die einzelnen Pavillons mit aufwändigen Mosaikarbeiten und Malereien im Inneren näher bestaunen möchte, sollte die € 10,– Eintritt unbedingt investieren. Wer vorher ein Hop on Hop off Ticket löst, der bekommt diesen auch vergünstigt.

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Hospital de la Santa Creu i sant Pau

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unglaublich schöne Architektur

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alle wunderschönen Elemente des Modernisme Stils

Viele weiteren Informationen zum Hospital de Sant Pau gibt es bei Susannes Blog Von Ort zu Ort. 

Plaça Reial

Diesen Platz erreicht man hauptsächlich von der Rambla aus, er hat aber insgesamt 4 Zugänge. Er liegt im Barrio Gòtic, der Altstadt oder auch gotisches Viertel genannt, in der Nähe der Metro-Station Liceu. Markant für den Platz  sind die umlaufenden Arkadenreihen, die schlanken Palmen rund um den Drei-Grazien-Brunnen und die von Gaudí gestalteten behelmten Straßenlaternen. In den Arkaden rund um den Placa Reial gibt es Restaurants, Cafés und Bars, die aber eher alle sehr hochpreisig sind. Der Placa Reial ist einer der schönsten Plätze Barcelonas.

 

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der Placa Reial

 Architektur in der Stadt wahrnehmen

Barcelona mag für viele Menschen hauptsächlich Party-Location, Shopping-Eldorado oder Fußball-Mekka sein; mich fasziniert an dieser Stadt die Fülle an außergewöhnlicher Architektur. Nicht nur Gaudís Gebäude sind besondere Eye-Catcher, die Stadt hat so viel Schönheit zu bieten. Es lohnt sich, mit offenen Augen durch durch die Straßen zu schlendern, um möglichst viel davon in sich aufsaugen zu können.

Ich möchte euch ein paar Beispiele zeigen:

 

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Altes Hafengebäude im Hafen von Barcelona

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wunderschönes Haus an den Ramblas mit einer aufwändigen Fassade

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Typische Architektur im Stadtteil Eixample

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die gotische Catedral de Barcelona am Platz de la Seu

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Blick von der Rambla in das Barrio Gòtic

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die verspielte Fassade der Casa Batló

Falls ihr mehr über Barcelona erfahren möchtet und euch für Tipps für einen Kurztrip in die Gaudì-Metropole interessiert, dann habe ich noch einige Blogpost für euch:

Weitere Tipps für Städtereisen

Alles Liebe,

eure Anita

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5 Kommentare

  • Antworten Monique

    Hallo Anita,
    mir geht es wie dir: Ich liebe schöne Fassaden und außergewöhnliche Architektur. Da ich hauptsächlich Städtetrips mache, ist es auch das, was ich am meisten fotografiere;-)
    Barcelona finde ich auch unheimlich toll, diese Details an den Fassaden, dazu das südländische Flair – einfach toll!
    LG Monique

    30. Juli 2017 at 19:56
  • Antworten Celine Mülich

    Hey Anita!
    Ich bin über Reiseum und deinen Gastartikel auf deine Webseite gekommen!
    Wenn ich jetzt diesen Artikel so sehe habt ihr ja wirklich viel gesehen!!! Es freut mich besonders, dass du auch im Hospital de Sant Pau warst – das ist mein persönliches Architektur-Highlight 😉

    Und ich bin sehr froh, dass ihr in Barcelona nicht nur schlechtes Wetter hattet! 😉

    Ganz liebe Grüße
    Céline

    27. Oktober 2016 at 16:54
    • Antworten gailtalontour

      Hallo liebe Céline! Das freut mich aber, dass du auf meiner Seite gelandet bist. Ja ich kenne Barcelona zum Glück auch im Sommer bei 35°, aber letztes Mal hatten wir eben leider ein wenig Pech. Wir wollten noch auf den Tibidabo, aber es war so wolkenverhangen, dass es nichts gebracht hat. Aber Sant Pau habe ich zum ersten Mal besucht und es war wirklich mein Barcelona-Highlight. GLG zurück

      27. Oktober 2016 at 18:45
  • Antworten Kerstin

    Toller Beitrag zu einer wundervollen Stadt <3 Ich war letztes Jahr im Feber dort. Wir dachten vier Tage würden ausreichen, aber das war nicht so. Ich denke nach einer Woche gibt es noch immer etwas zum Entdeckenin dieser wunderschönen Stadt. Mich sieht Barcelona auf jeden Fall wieder 😀
    Liebe Grüße
    Kerstin

    13. Juni 2016 at 9:14
    • Antworten gailtalontour

      Hey Kerstin!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich war nun schon zum 2. Mal in Barcelona und es gibt immer noch so viel was ich nicht gesehen habe. Barcelona muss man anscheinend öfters besuchen 😉 LG

      13. Juni 2016 at 19:20

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