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Genuss-Radtour – Alpe-Adria Radweg bis Venzone

Der Alpe Adria Radweg zählt zu den schönsten Radwegen Europas. Er führt von der Stadt Salzburg durch das Salzburger Land nach Kärnten und dann von der österreichisch-italienischen Grenzregion durch Friaul bis nach Grado an die Obere Adria. Die ganze Strecke ist ca. 420 km lang. Natürlich ist es aber auch möglich, nur Teilstrecken davon zu fahren. Von Mitte Juni bis Ende Oktober bietet die Region Nassfeld für Gäste und auch für Einheimische jeden Freitag einen Radbus vom Gailtal nach Thörl Maglern an. Von hier aus kannst du nach Kransjka Gora oder Venzone radeln, wo dich der Bus dann wieder abholt. Im Sommer kannst du diese 6. Etappe des Alpe-Adria Radwegs auch als geführte Tour mit Guide erleben. Was dich dabei erwartet, erfährst du in diesem Beitrag.

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Radbus der Region Nassfeld

Das Gailtal bzw. die Region Nassfeld grenzt ja direkt an die nordöstlichste Region Italiens Friaul Julisch-Venetien. Slowenien mit der Region rund um Kranjska Gora ist auch nur einen Steinwurf entfernt. Es bietet sich daher ideal an, von Kärnten aus auch ein wenig über die Grenzen zu schnuppern, um neue Kulturen kennenzulernen. Wenn du es sportlich magst, dann ist ein Ausflug mit dem Fahrrad oder E-Bike die perfekte Möglichkeit dafür für dich. 

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Für die Fahrt mit dem Radbus der Region Nassfeld musst du dich unbedingt im Servicecenter der Tourismusinfo anmelden. Er startet freitags um 6.45 Uhr in Kötschach. Zustiege sind an Bushaltestellen entlang der B111 Gailtalbundesstraße möglich. Die Kosten betragen € 35,-/Person. Gäste, die über die +CARD holiday verfügen, können diesen Service kostenlos nutzen (Stand Sommer 2020).

Begleitet wird die Venzone-Tour meistens von Nassfeld Guide Erni, die nicht nur beruflich eine begeisterte Sportlerin ist. Sie kennt die gesamte Grenzregion wie ihre Westentasche und hat auch unterwegs immer wieder Insider-Tipps für weitere Touren und Lokale parat. 

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Streckenführung Ciclovia Alpe Adria Etappe 6

Wir steigen kurz nach dem Grenzübergang und nach dem ersten Tunnel neben der SS13 bei Coccau di Sopra in den Ciclovia Alpe Adria ein. Bis Moggia ist der Radweg perfekt zweispurig ausgebaut und führt durch ein paar Dörfer und entlang der alten Bahntrasse der Pontebba-Bahn. Braun-weiße Schilder mit der Aufschrift FVG 1 weisen uns den Weg.

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Durch einen Hangrutsch ist der Radweg von Moggia bis Carnia aktuell leider nicht befahrbar. Für einen kurzen Streckenteil gibt es eine Ausweichmöglichkeit über einen Schleichweg, bis du dann bei Carnia bis Venzone auf der Bundesstraße SS13 weiterfahren musst.radweg-alpe-adria-moggia umfahrung-moggia

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Der Ciclovia Alpe Adria führt immer wieder durch Tunnel, über alte Bahnbrücken und vor allem stetig bergab. Die landschaftliche Berg-Kulisse ist atemberaubend schön. Du fährst an verträumten, kleinen Dörfern, den Flüssen Fella und Tagliamento entlang, bis sich bei Venzone die Bergketten öffnen und die Friulanische Ebene bis zum Meer hin freigegeben wird.tunnel-alpe-adria-cicloviaalpe-adria-radweg-pontebba

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Wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, erlebst du die Gegend ganz anders als vom Auto aus. Du entdeckst die vielen Details der Umgebung: erspähst wunderschöne, romantische Villen am Wegesrand, unzählige Wasserfälle, die aus den Bergen schießen, Schluchten, die zum Abkühlen einladen und natürlich viele Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke. 

Bahnhof-Restaurants am Ciclovia Alpe Adria

Viele alte Bahnhöfe entlang des Radwegs wurden zu urigen Restaurants umgebaut. Besonders bekannt ist jener von Chiusaforte, der in jedem Reiseführer erwähnt wird und daher auch immer gut besucht ist. Ich habe aber auch den von Ugovizza als besonders nett und einladend empfunden. 

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Wir legen im Stamm-Café der Gailtaler Radfahr-Elite, in der Bar Posta in Pontebba, eine Kaffeepause ein. Wie überall in Italien gibt es hier ausgezeichneten Kaffee und herrliche Brioche dazu. 

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Bei Resiutta müssen wir noch einmal einen Eis-Stop machen. Ein Sommertag in Bella Italia ohne ein Galato wäre natürlich (besonders für mich) undenkbar. 

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Als wir gegen 13.00 Uhr in Venzone eintreffen, freue ich mich schon auf ein leckeres Mittagessen in einem typischen friualischen Lokal. Meine Liebe zu Venzone habe ich ja schon vielfach hier auf meinem Blog bekundet. Immer wieder komme ich gerne in diese entzückende kleine, mittelalterliche Stadt, die von einer imposanten Stadtmauer umgeben wird. ankunft-rad-venzone

Unser Guide Erni wählt für unsere kleine, feine Gruppe die Osteria Marcurele für unser Mittagessen aus. Ich war selbst schon oft in diesem typischen Gasthaus, in dem sehr viel Wert auf authentische, friulanische Küche gelegt wird. Zum rustikalen Lokal gehört auch ein wunderschöner kleiner Gastgarten. 

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Fazit Etappe 6 Alpe Adria Radweg

Die 6. Etappe des Ciclovia Alpe Adria gilt als das schönste und abwechslungsreichste Teilstück der 420 km langen Strecke. Die Fahrt durch alte Eisenbahn-Tunnels, über Eisenbahnbrücken und durch charmante, kleine Dörfer ist schon sehr spektakulär. Es ist daher auch unbedingt empfehlenswert, das Rad mit Vorder- und Rücklicht auszustatten und eine Windjacke im Gepäck zu haben, da es in den Tunnels auch im Sommer sehr kühl werden kann. 

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Die Strecke ist zwar weit, aber nicht extrem anstrengend. Sie ist auch für wenig trainierte Radfahrer machbar und ein wunderbares Erlebnis, um das Kanaltal mal von einer anderen Seite kennenzulernen. 

Kennst du den Ciclovia Alpe Adria oder hast du schon mal davon gehört? Hast du weitere Tipps entlang der Tour für mich und meine Leser? Ich freue mich über deinen Kommentar oder dein Feedback. 

Du möchtest noch mehr Tipps für den Alpe-Adria-Raum von mir? Lies hier weiter:

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Transparenz: 
Ich wurde von Nassfeld.at auf die Fahrt mit dem Radbus eingeladen. Herzlichen Dank an dieser Stelle! 

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