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Reiseroute Urlaub Riviera

Reiseroute Cabrio Road-Trip Riviera

Road Trip statt Flugreise

Eigentlich wollten meine liebe und bessere Hälfte und ich unseren gemeinsamen Sommerurlaub in diesem Jahr in Griechenland verbringen. Darüber habe ich am Anfang des Jahres in einem eigenen Beitrag über unsere Urlaubspläne für 2017 berichtet. Aber es kommt ja immer anders als geplant und wie man denkt. Auf jeden Fall hat es beruflich einige Veränderungen und Umstände gegeben, die uns dazu veranlasst hatten, keine fixe Flugreise zu buchen. Wir wollten flexibel sein, falls wir doch stornieren müssten.

Da ich mir im letzten Sommer ein Cabrio gekauft habe, sind wir dann irgendwie auf die Idee gekommen, dass wir ja auch einen Road-Trip in den Süden machen könnten. Schließlich wurde es dann wirklich eine Autoreise an die italienische und französische Riviera. Denn die Cinqueterre standen schon lange auf meiner “Liste” und mein Liebster wollte nach Monte Carlo. Ein Road Trip an die Riviera war für uns daher eine perfekte Kombination. Italien, Frankreich, Jet-Set, Glitzer und viel Glamour: eine Reise an die Riviera ist wirklich etwas Besonderes.

Cabrio-Road-Trip-Gardasee

Wir haben die Route nur grob geplant und die Unterkünfte vorab aber über Booking.com* gebucht. Die Unterkunft muss für mich einfach OK sein und nach stundenlangem Autofahrten freue ich mich über die Dusche und ein gemütliches Bett. Da habe ich keine Lust auf langes Suchen, Stress und Enttäuschungen. Sonst haben wir uns ziemlich treiben lassen und keine genauen Routen und Zwischenstopps ausgearbeitet.

Portofino-italienische-Riviera

Inhalt im Überblick

Mini Cooper Cabrio

Mein kleiner roter Flitzer begleitet mich nun schon seit Juli 2016. Obwohl ich hier am Blog auch schon über einige Cabrio Touren geschrieben habe, habe ich mein Geschoss noch gar nicht so richtig vorgestellt. Mein Mini ist nicht nur ein Auto – mein MINI ist purer Lifestyle. Er steht wirklich für Fahrspaß mit einem tollen Design, vielen innovativen Funktionen und jeder Menge Extras. Neben dem Ausstattungspaket John Cooper Works Chili mit 18″ Leichtmetallrädern, Lederlenkrad und Sportsitzen hat mein MINI auch das MINI Connected Paket. Dieses beinhaltet Routenplaner, Reiseführer und Kalender in einem. Mit dem Journey Mate kann man die Fahrt in aller Ruhe zu Hause planen und bekommt unterwegs alle Informationen zu Verkehr, Wetter, Parken usw. Bei Stau sucht er nach optimalen Alternativrouten. Der MINI verfügt auch über ein tolles Sound-Paket. Ich kann über mein Smartphone oder Tablett auf Playlists zugreifen und auch mit offenem Verdeck problemlos Musik hören. Das Stoffverdeck öffnet sich vollautomatisch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h in 15 Sek. Es ist möglich ganz offen, ganz geschlossen oder als Schiebedach mit einer Öffnung von 40 cm zu fahren. Mein MINI hat 136 PS, braucht auf 100 km 4,9 lt. und beschleunigt in 8,8 Sek von 0 auf 100 km/h.

Cabrio-Bergtour-Nizza

Reiserouten Italien & Frankreich

Wir wollten zuerst an die italienische Riviera und dann weiter nach Südfrankreich. Levanto war unser Urlaubsort nahe den Cinqueterre und Nizza war die Ausgangsbasis für die Côte d’Azur. Der schnellste Weg vom Gailtal an die ligurische Küste wäre über Udine – Venedig – Bologna – Parma und dann von der Emilia-Romagna durch einen Zipfel der Toskana bis nach Ligurien gewesen. Diese Strecke hätte über 600 km vorwiegend über Autobahnen und Schnellstraßen geführt.

italienische-Riviera

Tag 1: Kärnten, Gardasee, Levanto

Für uns war aber am Anreisetag der Weg das Ziel und so entschieden wir uns, über Lienz – das Pustertal (Südtirol) bis an den Gardasee zu fahren. Dort haben wir einen schönen Zwischenstopp in Malcesine eingelegt inkl. einem tollen Mittagessen mit Blick auf den Gardasee. Bei Brescia am Fuße des Gardasees sind wir leider in einen Stau geraten. Wir konnten aber von der Autobahn abfahren und sind dann über Mantua – Gazzuolo nach Parma und dann wieder über Schnellstraßen nach Levanto gefahren, wo wir am Abend dann schließlich angekommen sind.

Reiseroute-Cinqueterre

Route von Google Maps: Gailtal bis Levanto

Malcesine-Gardasee

Cabrio-Stop-Gardasee

Tag 2: Levanto, La Spezia, Cinqueterre

In den Cinqueterre ist das Auto dann vorerst einmal einen Tag lang stehengeblieben. Die 5 Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore erkundet man nämlich am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles darüber gibt es auch in meinem Blogpost über einen Tag in den Cinqueterre nachzulesen.

Maranola-Cinqueterre

Vernazza-5-Dörfer-Ligurien

Corniglia-Cinqueterre

Tag 3: Levanto, Portofino, Imperia, Nizza

Wer die Cinqueterre besucht, der MUSS natürlich auch nach Portofino, das nur eine gute Stunde entfernt ist. Das nobelste (und teuerste) Fischerdorf der Welt ist seit den 1950er Jahren ein beliebter Hotspot für die Promis, Reichen und Schönen dieser Welt. In der Via Roma reihen sich die Geschäfte bekannter Designer aneinander, im Hafen sind es die Yachten. Den schönsten Ausblick auf den Ort hat man von der Kirche San Giorgio aus.

Road-Trip Ligurien Nizza

Route von Google Maps

Portofino-Road-Trip

Portofino-italienische-Riviera

Wir wollen in Genua einen Stopp einlegen, um eine Kleinigkeit zu essen. Leider ist es auf der SS1 (der Via Aurelia – einer der wichtigsten Straßen im italienischen Straßennetz) nicht so einfach, diese im Hafen von Genua zu verlassen. Wir sind dann auf gut Glück die ligurische Küste entlang nach Imperia weitergefahren, eine der schönsten Hafenstädte in dieser Region. Dort ticken die Uhren allerdings noch etwas anders bzw. langsamer. Hier haben die Restaurants nämlich nicht rund um die Uhr geöffnet. Wir waren am späten Nachmittag dort, leider hatte aber kein Restaurant im Hafen offen. Der Ort selbst ist aber wirklich wunderschön auf einem Hügel gelegen. Unsere Reise geht daher weiter nach Nizza, unserem Ziel an der französischen Riviera.

Imperia-Stadt-Ligurien

Tag 4: Monaco/Monte Carlo

Schon vorab wurden wir darauf hingewiesen, nach Monaco lieber nicht mit dem eigenen Auto zu fahren. Parkplätze sind (wie überall an der Riviera) rar und überteuert. Von Nizza nach Monaco gibt es eine super Zugverbindung, die Fahrt dauert ca. 20 min. Monaco bzw. Monte Carlo ist so klein, dass du dort alles zu Fuß erkunden kannst.

Monte-Carlo-Hafen

Monte-Carlo-Urlaub

Tag 5: Nizza

Auch am 5. Tag unserer Reise an die Riviera ist mein MINI im Parkhaus geblieben. Wir haben Sightseeing in Nizza gemacht und auch das funktioniert am besten, in dem du auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsattelst. In Nizza gibt es eine moderne Tram, mit der du alle Stadtteile gut erreichen kannst.

Strand-Nizza

Massena-Platz-Nizza

Straße-Nizza

Tag 6: Gorges de Daluis, Guillaumes, Entrevaux, Grasse

Am 6. Tag geht es für einen Tagesausflug in die Berge. Ein Freund von uns hat diese Gegend mit dem Fahrrad erkundet und uns Tipps und Unterlagen dazu gegeben. Über die A8 fahren wir in Richtung Norden. Zwischen Guillaumes und Daluis bildet das Val de Var einen tief eingeschnittenen Canyon. Die Straße verläuft dabei an Schluchten entlang, und über Kurven zu Bergdörfern hinauf. An einigen Stellen gibt es grandiose Ausblicke einige hundert Meter in Schluchten hinab. Gesteinstürme säumen den Weg und die Straße führt teilweise durch Tunnel, die aus dem roten Felsen gehauen wurden. Eine faszinierende Landschaft und spektakuläre Bilder, und das nur 100 km von Nizza entfernt. Diese Strecke ist bei Cabrio-Fahrern, Motorradfans und Radfahrern gleichermaßen beliebt.

Cabrio-Road-Trip-Berge

Cabrio-Tour-Gorges-de-Daluis

Nach einem Stopp im kleinen Ort Guillaumes fahren wir bei Entrevaux über die Pass-Straße Col du Buis nach Grasse. Nach einem Besuch beim berühmtem Parfumeur Fragonard geht es zurück nach Nizza.

Entrevaux-Frankreich

Cabrio-Tour-Canyon-Daluis

shoppen-Fragonard-Grasse

Val-de-Var

Tag 7: St. Tropez, Cannes

Saint Tropez ist zweifelsohne der berühmteste Ort an der Côte d’Azur. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Hafenort schon von Künstlern wie Matisse, Picasso oder Signac besucht, seit den 1950er Jahren tummelt sich auch hier der internationale Jet-Set. Wie in Portofino und Monte Carlo ist die Dichte an Luxuswägen, Yachten und Desigenerläden in dem Ort enorm hoch. Der Ort ist sehr beschaulich, mit wunderschönen Gassen, Boutiquen, Restaurants, Cafés und Bäckereien. Alles ist vorwiegend in Pastelltönen oder warmen Farben gehalten und überall wird mediterranes Flair verströmt. Für mich ist dieser Ort zweifelsohne der schönste an der französischen Riviera.

Gucci-St-Tropez-Cote-dAzur

Boutique-Saint-Tropez

Saint-Tropez-Sommer

Auf der Rückfahrt von St. Tropez nach Nizza haben wir noch Cannes besucht. Das Herzstück der Stadt ist die Flaniermeile Boulevard de la Croisette. Die Croisette wurde im Jahre 1850 nach dem Vorbild der Promenade des Anglais in Nizza angelegt. Dieser Boulevard und der Hafen sind das Schönste, was Cannes zu bieten hat. Der Rest dieses mondänen Ortes, der durch die alljährlichen Filmfestspiele bekannt wurde, ist eher unspektakulär.

Carlton-Hotel-Cannes

Cannes-Cote-dAzur

Boulevard-Croisette-Cannes

Tag 8: Antibes

Von Antibes haben wir leider nicht mehr gesehen als den wunderschönen Strand von Juan-Les-Pins. Nach den vielen Eindrücken, besichtigten Orten und Kilometern “on the Road” wollten wir am letzten Tag unserer Reise einfach nur am Strand relaxen. Der Strand in Nizza ist zwar sehr weitläufig aber steinig – was ich überhaupt nicht mag. In Antibes, bei Cannes und St. Tropez gibt es aber zum Glück auch herrliche Sandstrände für einen perfekten Tag am Meer.

Strand-Antibes

Meer-Cote-dAzur

Tag 9: Heimreise

Da rund um Nizza ständig sehr viel Verkehr herrscht, und wir in und um die Stadt sehr oft im Stau stehen, beschließen wir, unsere Heimreise früh anzutreten. Schon um 6.00 Uhr morgens checken wir aus, um dem Frühverkehr in Nizza entgehen zu können. Dadurch kommen wir sehr zügig voran und nehmen für die Heimfahrt die schnellste Route über die italienischen Autobahnen im Piemont, der Lombardei, dem Veneto und Friaul. Bei Venedig können wir einen Stau umfahren und sind schließlich am frühen Nachmittag schon wieder zu Hause.

französische-Riviera-Küste

Zahlen und Fakten Cabrio Road Trip

Das sind zusammenfassend alle Daten und Fakten zu unserem Road-Trip an die Riviera:

  • 9 Tage waren wir gesamt unterwegs, davon 3 Tage in Italien, 5 Tage in Frankreich und 1 Tag unterwegs nach Hause
  • in Summe sind wir 2.289,5 Kilometer mit dem MINI Cabrio gefahren
  • vom Hotel in Nizza bis nach Hause haben wir 785 km in 9 Std. zurückgelegt
  • wir sind durch alle Regionen Norditaliens gefahren
  • zu 95 % unseres Road Trips war das Verdeck des Autos offen
  • wir hatten Glück mit dem Wetter, täglich zwischen 25 und 32 Grad, immer Sonnenschein und keinen Regen
  • 400 km des Road Trips führte direkt an der Mittelmeerküste entlang: von Levanto/IT bis nach St. Tropez/FR
  • 16 x haben wir in IT und FR Maut bezahlt
  • 5 x mussten wir während unserer Reise tanken

Road Trip Frankreich Italien

Eine genaue Kostenaufstellung dieser Autoreise sowie viele weitere Tipps zu den einzelnen Stopps wird es in weiteren Beträgen auf meinem Blog geben.

Ich hoffe, mein detaillierter Bericht über Reiserouten für einen Cabrio Trip an die Riviera hat dir gefallen und du kannst deinen Urlaub nun auch besser planen. Wie immer freue ich mich über Fragen, Anregungen und dein Feedback in den Kommentaren.

Du interessierst dich für weitere Road Trips durch Italien? Wie wäre es mit einer Reise durch die Toskana? Daniela vom Blog Sinne und Reisen hat tolle Toskana Road Trip Tipps für dich.

Alles Liebe,
Anita

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4 Kommentare

  • Antworten Natascha

    Liebe Anita,
    wir planen auch schon lange eine Autoreise nach Italien aber irgendwie schreckt mich das viele ein und auschecken von Hotels ab. Es ist doch ein wenig stressig obwohl man natürlich auf der anderen Seite wieder total viel sieht. Die Fotos sind super genial!!! Ich gratuliere dir übrigens zur Wahl deines Autos! Mit dem kleinen wirst du sicher viel Spaß haben!
    LG Natascha

    30. Juni 2017 at 18:53
    • Antworten Anita

      Danke dir für deinen lieben Kommentar, Natascha! Wir hatten in 9 Tagen nur 2 Unterkünfte, daher war das weder mühsam noch stressig. Man kann es sich ja richten wie man möchte, das ist das Tolle an Road Trips 🙂 Ich würde euch das unbedingt mal empfehlen – es ist eine ganz andere Art zu Reisen und ich mag es sehr. LG, Anita

      17. Juli 2017 at 11:27
  • Antworten Marion

    Phantastisch!! Toller Bericht! Bin im August mit einer Fotografin unterwegs durch die Toscana! Ich glaube, nach deinem Artikel hier, werden wir auch ein Cabriolet mieten! Das macht richtig Lust darauf.

    15. Juni 2017 at 10:33
    • Antworten Anita

      Hallo Marion! Ja die Toskana mit dem Cabrio zu erkunden ist sicher genauso schön wie die Riviera! Viel Spaß und ich freue mich schon auf deine Eindrücke. LG, Anita

      16. Juni 2017 at 16:00

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