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Fotoparade 2020 – Rückblick auf Reisen & Ausflüge im Corona Jahr

Ich bin wie viele, viele Reiseblogger-KollegInnen ein großer Fan der Fotoparade von Michael aka Erkunde die Welt. Wir Blogger und Fotografen nehmen das alle immer gerne zum Anlass, um die Reisen und fotografischen Highlights des Jahres Revue passieren zu lassen und uns mit anderen Bloggern zu vernetzen und in deren Beiträge zu schmökern. Tja… und wo soll ich nun genau anfangen, wenn ich mein bisheriges Jahr 2020 gedanklich noch einmal zurückspule. Es war für mich ein Jahr voller Emotionen mit vielen Höhen und Tiefen. Der erste Lockdown und die soziale Isolation haben mich als sehr gesellige Person an meine persönlichen Grenzen gebracht. Aber auch vor Augen geführt, was wirklich von Bedeutung ist im Leben. Ich bin gesund und fit und darf mich glücklich schätzen, mein Leben mit einem wunderbaren Menschen, einer tollen Familie und großartigen Freunden teilen zu dürfen. Und ich habe das Gefühl, dass wir in diesem Jahr alle noch ein Stück weiter zusammengerückt sind. Ich bin zwar 2020 nicht viel in der Welt herum- dafür aber etwas mehr bei mir selbst angekommen. 

wanderung-nassfeld-auernig
Wanderung Auernig, Nassfeld / Kärnten

Vor allem aber bin ich froh, aufgrund dieser Corona-Krise keine großen finanziellen Schäden davongetragen zu haben. Dieser Blog ist nur mein Hobby. Ich arbeite beruflich in der Landtechnik-Branche und wir durften als „Systemerhalter“ immer geöffnet haben und arbeiten. Die Landwirte sorgen ja auch immer für uns, egal ob ein Virus die Welt in Schacht hält oder nicht. Oft hätte ich mir auch diese Langeweile gewünscht, die viele während dem Lockdown daheim dazu verleitet haben, sinnlose Tik-Tok-Videos oder stundenlange Instagram-Stories zu erstellen. Jetzt, im Nachhinein bin ich aber froh, dass das Gegenteil der Fall war. So gibt es jetzt zumindest keine peinlichen Spuren von mir im Worldwide Web. 

So, genug der vielen Worte. Los geht es mit meinen Highlights 2020, die ich fotografisch festgehalten habe. 

Presseggersee, Kärnten

einmal Karibik und zurück

Oh ja – du hast richtig gelesen… ich habe es in diesem verrückten Reisejahr doch tatsächlich geschafft, eine Fernreise erleben zu dürfen. Und dafür bin ich unendlich dankbar. Genau jetzt vor einem Jahr habe ich schon die Tage gezählt und mich wahnsinnig darauf gefreut, im Feber 2020 mit meiner lieben Freundin Petra in Richtung Kuba abheben zu dürfen.

Als wir in Wien am 10. Feber in den Flieger gestiegen sind, war Covid-19 irgendein Virus in Asien, das uns nicht weiter betraf. Wir rechneten damit, eventuell am Flughafen Fieber messen zu müssen, aber nicht einmal das war während unserer Reise der Fall. Weder beim Abflug in Wien, noch bei der Zwischenlandung in Zürich. Schon gar nicht bei der Ankunft in Havanna. Auch nicht bei unserer Rückkehr Ende Feber. Aber nur zwei Wochen danach stand die Welt Kopf und von einem Tag auf den anderen auch still. Über diese Schockstarre und Zukunftsängste habe ich im März dann einen Blog-Artikel geschrieben.

kuba-old-havanna
eine Habanera mit Zigarre
in der Altstadt von Trinidad
Straßenmusikanten in Trinidad
Oldtimer in Cienfuegos
karibischer Sonnenuntergang an der Südküste von Kuba
Oldtimer im Hafen von Havanna
Blick auf Trinidat
in den Straßen von Trinidad
unser Hotelstrand in Varadero
Vinales Tal
Morgenstunde in Old Havanna
Che Gueavara Memoral in Santa Clara
Sunset in Varadero

Ich habe ein Video auf YouTube über meinen Kuba Trip veröffentlicht, es aber bis heute noch nicht geschafft, darüber einen Reisebericht oder Kuba-Tipps zu veröffentlichen. Ich habe noch nicht einmal alle Fotos sortiert und bearbeitet. Ich frage mich immer, ob das momentan überhaupt irgendjemanden interessiert bzw. ob das aktuell jemand lesen mag, was ich in Kuba gesehen und erlebt habe? Immerhin ist die Fotoparade eine gute Gelegenheit, um meine Kuba Fotos zu durchforsten und in wunderschönen Erinnerungen zu schwelgen an ein Land, das so anders war als alles, was ich bisher auf Reisen erlebt habe. Wir haben eine Woche lang eine organisierte Rundreise durch Westkuba gemacht und danach einen Badeurlaub in Varadero verbracht. 

hoch hinaus mit dem E-Bike

Warum wir uns E-Bikes angeschafft haben und wie es mein Leben verändert hat, darüber habe ich hier auf dem Blog schon berichtet. Ich habe in diesem Jahr zig Male abends den Schreibtisch gegen das Fahrrad getauscht. Wir haben unbeschreiblich viele wunderschöne Fahrradtouren in unserer Heimat gemacht. Ich habe hunderte Handy-Fotos geschossen, aber kaum Blogbeiträge dazu veröffentlicht. Das war so leider nicht geplant, aber mir war heuer einfach jede freie Minute in der Natur wichtiger als vorm PC zu hocken und Blogbeiträge zu schreiben.

Vielleicht hole ich das mit dem Schreiben ja jetzt im Winter nach. Ich hätte viele Tipps für tolle Radtouren und Rad-Ausflüge in Kärnten. Unzählige wunderbare Orte habe ich in dieser Saison gesehen und entdeckt. Ich habe den Frühling gerochen, den Sommer gespürt und den Herbst genossen, während der 2.300 Kilometer, die ich seit April in den Waden habe. Die schönsten Eindrücke teile ich hier.

Sommerliche Blumenwiese in den Bergen
Hochlandrind im Gailtal
auf der Rattendorfer Alm
einer meiner neuen Lieblingsplätze: die Steinwender Alm im Gailtal
Blick auf das Gailtal
Zwischenstopp in Malborghetto, Friaul
Fahrt durch einen Märchenwald
Sommer im Gailtal
typische Gailtaler „Kesn“
Mohnblumenfeld bei uns im Dorf

Urlaub in rot-weiß-rot

Nachdem uns dieses Corona-Jahr während des ersten Lockdowns einen ungewöhnlich warmen und schönen Frühling beschert hatte, zog der Sommer ins Land. Die Geschäfte, Restaurants und Hotels in Österreich öffneten wieder, Reisen ins Ausland waren Anfang Juni trotz vieler öffentlicher Debatten darüber und den Lockerungen der Reisebeschränkungen noch nicht wirklich ein Thema für uns. Wir wollten die heimische Wirtschaft unterstützen und haben uns für ein paar Urlaubstage im steirischen Schladming entschieden. Vielen E-Bike-Touren standen am Programm, einige davon konnten wir machen. Leider hat uns das Wetter dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt weiteren Radtouren machten wir dann einen Ausflug ins Salzkammergut und auf den fast 3.000 m hohen Dachstein. Das Wetter war eher bescheiden, typisch österreichisch halt 😉 Schön war es trotzdem, auch wenn wir Hallstatt NICHT menschenleer erleben durften und am Dachstein mitten im Juni in einen Schneesturm gekommen sind.

mein Lieblingsfoto aus dem Salzkammergut
Hallstatt – der Salzkammergut-Klassiker
mystische Stimmung am Giglachsee
Winter im Sommer am Dachstein
Salzkammergut Hallstätter See

Slap Savica & Bleder See

Im Juni war es dann schließlich möglich, wieder nach Slowenien und Italien zu reisen. Mit einer lieben Freundin habe ich einen Tagesausflug in den Triglav Nationalpark gemacht. Wie schon im Herbst 2019 habe ich dabei den Bohinj See besucht. Dabei haben wir auch den berühmten Wasserfall Slap Savica erkundet. Hier ist ein wunderschönes Foto entstanden, auf dem sogar ein Regenbogen zu sehen ist. 

Wasserfall Slap Savica
Spiegelungen am Bohinj See
die bekannte Insel Blejski Otok im Bleder See

Summer in the City: Wien

Die große Hitze ist in diesem Corona-Sommer ausgeblieben, weshalb es auch in den Großstädten in Österreich erträglich und angenehm von der Temperatur her war. Unser Familien-Trip nach Wien Anfang August wurde so so zu einem vollen Erfolg. Wir konnten diese wunderbare Stadt ohne Massen von Touristen genießen, wunderbare kulinarische Highlights entdecken und ich habe wieder einmal gemerkt, warum diese Stadt zu den lebenswertesten weltweit zählt. 

Persepektivenwechsel Schloss Schönbrunn
wunderbares Café in Wien
naturhistorisches Museum
Heurigenbesuch vor den Toren von Wien
Eisdiele in der Maria Hilfer Straße

unterwegs am Alpe-Adria Radweg 

Von allen Radtouren in diesem Jahr gab es diese eine, die ich unbedingt erleben wollte: ich wollte den Alpe-Adria Radweg von Tarvis bis nach Grado an die Obere Adria fahren. Leider ging sich das zeitlich und urlaubstechnisch nicht mehr ganz aus, da man dafür drei Tage mit zwei Übernachtungen einplanen muss. Zum Glück konnte ich an einer geführten Tour unserer Tourismusregion Nassfeld teilnehmen, und die erste Etappe bis nach Venzone fahren, die landschaftlich auch die spektakulärste sein soll.

Das Meer habe ich seit meiner Kuba Reise in diesem Jahr tatsächlicher nicht mehr gesehen, gerochen und gespürt – es gibt aber größere Tragödien. Allein schon endlich wieder einmal über die nahe Grenze nach Italien fahren zu können, war ein unbeschreiblich schönes und vertrautes Gefühl für mich. Das friulanische Kanaltal, wo ich schon zig Male mit dem Auto durchgefahren bin, heuer zwei mal vom Rad aus erleben zu können, war dafür ein unbeschreibliches und wunderbares Erlebnis. 

unterwegs hoch über dem Kanaltal
Radweg entlang der alten Bahntrasse
Venzone in Friaul

Sehnsucht nach dem Süden – endlich wieder Bella Italia

Ende August war dann der Zeitpunkt erreicht, wo ich wirklich furchtbares Fernweh bekommen habe. Schladming und Wien waren wirklich schön – aber Urlaub daheim fühlt sich für mich einfach anders an als Urlaub im Ausland. Ich kann ganz anders abschalten und dem Alltag entfliehen, wenn die Kultur, das Essen, die Sprache und das Flair anders sind als in Österreich.

So haben Otmar und ich kurzfristig entschlossen, im September ein paar Tage in Italien zu verbringen. Aufgrund der zu dem Zeitpunkt aktuellen Fallzahlen und Reisebestimmungen war das die beste Entscheidung, die wir zu diesem Zeitpunkt treffen konnten. Wir haben fünf traumhafte und unvergessliche Urlaubstage am Gardasee verbracht. Die Situation war zu diesem Zeitpunkt absolut entspannt, die Corona-Fallzahlen sehr niedrig und alle Gäste und Einheimischen sehr diszipliniert was die Corona-Vorgaben betrafen. Ich habe mich keine Sekunde lang unsicher oder gefährdet bezüglich Covid-19 gefühlt. Mit im Gepäck waren natürlich wieder unsere E-Bikes, denn die Region Gardasee zählt zu den attraktivsten Regionen für Radfahrer in ganz Europa. Wir haben viele einzigartige E-Bike Touren am Gardasee gemacht. 

Malcesine
im Dorf Pieve
Abendstimmung in Malcesine
Ausblick auf Riva und Nago Torbole
die berühmte Ponale Straße hoch über dem Gardasee

Bilderbuch Winter in Kärnten

Mit dem Herbst ist auch eine Drohne (die DJI Mavic 2) bei uns daheim eingezogen. Damit mache ich aktuell sehr gerne Videos aber auch Foto-Aufnahmen.

Abschließend möchte ich noch ein paar aktuelle Winter-Eindrücke aus Kärnten hier teilen. Ein Italien-Tief hat uns in Oberkärnten Schneemassen beschert. Es war in den letzten Jahren nicht so oft der Fall, dass wir im Dezember schon so viel Schnee bekommen haben. Und ausgerechnet heuer dürfen die Skipisten, Hotels und die Gastronomie aktuell nicht öffnen. Das ist wirklich bitter. Aber auch diese Pandemie wird irgendwann wieder vorbei sein, und wir werden wieder zur Normalität zurückkehren. Ich glaube ganz fest daran. 

In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein paar schöne letzte Tage in diesem verrückten und unvergesslichem Jahr 2020. Möge 2021 uns wieder mehr Ruhe und Normalität und vor allem wieder ein paar unvergessliche Reisemomente bringen!

Das war ein Rückblick auf dieses außergewöhnliche Jahr 2020 in Bildern. Wie ist es dir in diesem verrückten Jahr ergangen? Wie hast du die letzten Monate erlebt und wie hat sich dein Leben verändert? Ich freue mich auf deinen Kommentar!
Alles Liebe, Anita

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4 Kommentare

  • Antworten Sabine

    Liebe Anita, danke für deinen wunderbaren Fotorückblick 2020. Es war ein wirklich reisetechnisch besonderes und ansonsten wirklich sehr herausforderndes und anstrengendes Jahr, aber ich bin sicher wir gehen aus dieser Krise gestärkt heraus. Ich hoffe, dass wir die in vielen Bereichen eingetretene Bescheidenheit und Besinnung uns erhalten und wir nicht in alte Muster zurückfallen. Naja wir werden sehen …
    Das Café in Wien sieht ja besonders nett aus. Sag wie heißt es bzw. Wo ist es? Nachdem ich Wienerin bin freue ich immer neue mir noch unbekannte Lokale zu besuchen. Und man kann ja nicht früh genug mit der „Must-To-Do-After-Corona-Liste“ starten bzw. sie zu ergänzen. Liebe Grüße aus Wien, Sabine

    2. Januar 2021 at 8:27
    • Antworten Anita

      Liebe Sabine, vielen Dank für deinen positiven Kommentar! Ich hoffe auch, dass diese Pandemie unser Bewusstsein ein wenig formt und doch ein paar Änderungen mit sich bringt.
      Das Café ist der Adlerhof in der Burggasse. Da gibt es sensationell leckeres Frühstück 😉 Reservierungen sind aber unbedingt erforderlich. LG Anita

      5. Januar 2021 at 15:24
  • Antworten Reinhard | reihaktiv

    Ich bin ja kein Freund langer Geschichten, aber bei dir lohnt es sich jede einzelne Zeile zu lesen. Und erst die Fotos – sensationell! Dass ich etliche deiner Tipps in die Tat umgesetzt habe versteht sich von selbst.
    Alles Gute und eine schöne Weihnachtszeit – Reinhard

    21. Dezember 2020 at 15:32
    • Antworten Anita

      Herzlichen Dank für dein liebes Feedback 🙂 Wünsche dir nachträglich alles Gute für das neue Jahr 2021! LG Anita

      5. Januar 2021 at 15:25

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