Folge mir:

3 Tipps für unvergessliche E-Bike Touren am Gardasee

Gigantische Ausblicke zwischen Bergen und See, mediterranes Klima, südländisches Flair, quirliges treiben in bunten Kleinstädten und Bergstraßen, die zu verträumten Bergdörfern, Olivenhainen und Weingärtenn führen – das erlebst du bei einem Urlaub mit E-Bike am Gardasee. 

Wenn du erfahren möchtest, wie du eine der attraktivsten Bike-Regionen Europas hautnah erleben kannst, dann lies gleich weiter. 

Urlaub mit E-Bike am Gardasee

Der Gardasee ist der größte See Italiens und besonders im Norden ein Eldorado für Aktivurlauber. Wandern, Klettern, Segeln, Surfen, Kitesurfen, Paragliding, Schwimmen und natürlich auch Radfahren – hier ist alles möglich. Genau wegen dem Mountainbiking haben wir uns FÜR den Gardasee und GEGEN einen Badeurlaub an der oberen Adria entschieden.

Seit wir uns im Frühling 2020 E-Mountainbikes angeschafft haben, gehört das Radfahren seit dem auch im Urlaub dazu. Der Gardasee ist dafür wirklich bestens geeignet und wir wurden absolut nicht enttäuscht! Wir haben drei unvergessliche und abwechslungsreiche Touren erlebt und sind dabe in Summe ca. 180 km mit dem E-Bike gestrampelt. Alle Infos zu unseren E-Bike Touren sowie weitere Tipps für den Gardasee findest du in diesem Beitrag.

Anreise Gardasee

Von Kärnten aus ist der Gardasee in knapp fünf Stunden zu erreichen. Wir haben uns für die Anreise über Lienz – Innichen – das Pustertal und die Brennerautobahn entschieden. Es wäre aber von Kärnten aus auch möglich über Udine – Venedig – Padua und Verona zu fahren. Uns gefällt jedoch der Weg über den Norden und Südtirol landschaftlich besser. Von Deutschland aus ist die Anreise über die Schweiz oder auch über Österreich und die Brenner-Autobahn möglich.

Wir haben bei der Anreise auch noch einen Zwischenstopp in Kaltern eingelegt. Der charmante Ort in Südtirol hat einen wunderschönen Ortskern und ist auch für seine hervorragenden Weine bekannt. Das Zentrum zieren viele Restaurants, Cafés und Geschäfte mit regionalen Produkten.

Unterkunft direkt am Gardasee: Hotel Val di Sogno 

Bei der Suche nach einer passenden Unterkunft am Gardasee haben wir uns vorwiegend nach Hotels umgesehen, in denen die E-Bikes sicher verwahrt und auch aufgeladen werden können. Dabei gibt es auf einschlägigen Buchungsportalen für den Gardasee sehr gute Empfehlungen für Radfahrer. Wir wollten auch direkt am See untergebracht sein. Besonders im Urlaub lieben wir es,  im Freien zu Frühstücken und dabei den Ausblick zu genießen. Das Hotel Val di Sogno hat alle diese Kriterien erfüllt. Da es dazu auch noch ein Adult-Only -Hotel ist, stand der Buchung nichts mehr im Wege. In der Nebensaison gibt es auch attraktive Angebote für Aufenthalte unter der Woche.

Buche am besten direkt beim Hotel Val di Sogno bei Malcesine. 

Malcesine – der perfekte Urlaubsort am Gardasee mit E-Bike

Das Hotel Val di Sogno liegt ca. 2 Kilometer vom bekannten Ort Malcesine entfernt. Es ist möglich, an der Seepromenade nach Malcesine zu spazieren. Wir sind dort abends immer mit unseren E-Bikes in den Ort gefahren. Es ist auch möglich, im Hotel Fahrräder auszuborgen. Besonders im Abendlicht ist der Anblick von Malcesine von der Promenade aus unvergleichlich schön.

Malcesine liegt am Ostufer und im gebirgigen Norden des Gardasees. Die markante Skaligerburg ist das Wahrzeichen des Ortes. In den engen Gassen der Altstadt gibt es viele Restaurants und Geschäfte. Malcesine ist ein sehr beliebter Ort, in dem immer viel los ist. Durch die Lage am Fuße des Monte Baldo ist Malcesine ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren. 

Für uns war Malcesine mit seiner langen Promenade, und der großen Vielfalt an Restaurants und Bars der perfekte Urlaubsort. Wir lieben es, abends zu flanieren, durch die Stadt zu bummeln und an einem Ort zu sein, wo ständig was los ist. Wenn du es lieber ruhiger magst solltest du dir eher eine Alternative zu Malcesine suchen. 

Lesetipp: 5 zauberhafte Orte am Gardasee, die du unbedingt kennenlernen musst.

E-Bike Touren Gardasee

Am Gardasee sind alle Radfahrertypen gut aufgehoben. Mit und ohne Strom, mit Rennrad oder Mountainbike – hier ist für jeden etwas dabei. Da wir mit unseren E-Mountainbikes am liebsten auf Bergstrecken unterwegs sind, haben wir uns bei der Tourenplanung vorwiegend danach orientiert. 

Limone – Ponale Straße – Ledrosee

Schwierigkeitsgrad: leicht
Dauer: reine Fahrzeit ca. 4 Stunden mit Fotopausen
Streckenbeschreibung lt. Komoot

Von Malcesine aus geht es mit der Fähre nach Limone. Achtung: nicht alle Fähren nehmen Fahrräder mit! Davor musst du unbedingt den Fahrplan checken. Die aktuellen Ticketpreise und Zeiten für Fahrradmitnahme findest du auf der Info von Gardasee online.

Kurz nach dem Ortszentrum von Limone beginnt der bekannteste und teuerste Radweg Europas. Für die aktuell gebauten 2 km wurden ca. 2 Mio. Euro investiert, damit Radfahrer und Fußgänger direkt über dem Gardasee ebendiesen genießen können. Die Idee dahinter ist großartig, die Umsetzung meiner Meinung nach nicht gänzlich gelungen. Der Weg ist für Radfahrer und Fußgänger zu schmal. Das Vorwärtskommen ist eher eine Challenge. Leider ist die Toleranz zwischen Fußgängern und Radfahrern nicht gegeben, sodass die Fahrt auf dieser Strecke eher ein mühsames Unterfangen ist.

Die Ausblicke auf den See auf diesem Radweg sind trotzdem einmalig. 

ACHTUNG!
Da der Streckenteil von Limone nach Riva auch durch viele Tunnels führt, solltest du unbedingt eine Beleuchtung am Rad angebracht haben und idealerweise auch eine Warnweste oder einen Gurt mit Reflektoren tragen. Der Verkehr rund um den Gardasee ist wirklich extrem stark, was auf der Bundesstraße kein Vergnügen für Radfahrer ist.

Kurz vor dem Ort Riva geht es dann scharf links weg auf die legendäre Strada Ponale. Auf dieser Strecke ist natürlich ordentlich was los, will sie doch jeder Mountainbiker mal bei seinem Gardasee-Aufenthalt befahren. Du wirst dafür mit gigantischen Ausblicke entschädigt, die Strecke ist wirklich einzigartig. Die geschichtsträchtige Straße führt durch viele natürliche, in den Fels geschlagene Tunnels und teilweise direkt am Abgrund des Bergmassivs entlang. 

Besonders mit dem E-Bike sind die Serpentinen die dann hoch ins Ledrotal führen leicht zu überwinden. Dort geht es dann durch einige kleine Dörfer, vorbei an Wein- und Gemüsegärten bis zum Ledrosee, einem kleinen, idyllischen Bergsee.

Zurück nehmen wir die gleiche Strecke vom Ledrosee nach Riva. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Riva geht es auf der Straße Gardesana Occidentale bis nach Malcesine bzw. ins Val di Sogno zurück zum Hotel.

Monte Baldo – Red MTB Tour – Nago-Torbole

Schwierigkeitsgrad: mittel
Dauer: ca. 4 Stunden reine Fahrzeit
Steckenbeschreibung  lt. Komoot

Die Tour ist anfangs sehr gut beschildert, zum Ende hin solltest du allerdings eine Navigations-App verwenden.

Nach einem für unsere Urlaubs-Verhältnisse sehr frühen Frühstück stehen wir um 9.00 Uhr schon bei der Talstation der Monte Baldo-Gondelbahn. Die Tickets musst du unbedingt vorab online buchen denn für Radfahrer ist nur jeweils eine Gondel stündlich reserviert. Online-Tickets sind außerdem günstiger. 

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, bei Bergstation zu stehen und auf den Gardasee zu blicken, der sich unter dir in all seiner Pracht offenbart. Wir genießen dieses einzigartige Panorama bevor wir uns den Berg hinabstürzen.

Der Streckenverlauf führt zuerst über eine Schotterstraße bergab, die dann auf einer asphaltierten Bergstraße endet. Nach einigen Kurven bergauf zweigt links ein schmaler Pfad weg, den du nehmen musst, wenn du der roten Route weiter folgen möchtest. Nach wenigen Metern wird der Weg wieder breiter und du kannst auf einer Schotterpiste bis zur Malga Bres fahren. Die Kühe weiden hier ruhig auf der Almwiese und lassen sich kaum stören

Eine Zeit lang geht es auf der Asphaltstraße abwärts bis du bei San Giacomo bei der Kapelle links abbiegen und auf Schotterwegen durch Wald und Wiesen Nago ansteuern musst. Du kommst dann irgendwann an eine Abzweigung beim Ort Frenten/Agriturismo Primo Fiore. Hier kannst du wählen, ob du links oder rechts weiterfahren möchtest. Wir haben den linken Weg gewählt. 

Da wird es dann einige Male noch einmal richtig steil und durch grobe Steine am Weg auch technisch für E-Biker etwas anspruchsvoller zu fahren. Die Beschilderung der Red Tour hört dann irgendwann auch auf. Wir sind dann einfach Schildern mit der Aufschrift Nago weiter gefolgt.

Nach einigen Waldpassagen sind wir schließlich bei den Trails vom Val del Dialo auf eine asphaltierten Bergstrecke gekommen, die hinunter nach Nago fürt. Teilweise geht es hier sehr steil bergab. Du musst mit dem E-Bike ein Gefälle von bis zu 15 % überwinden, was ganz schön anstrengend und gefährlich sein kann. Dafür wirst du mit unglaublich schönen Ausblicken auf den See belohnt.

Wir fahren das letzte Teilstück der Asphaltstraße durch Olivenhaine und Weinberge. Dabei wird mir immer wieder so richtig bewusst, wie attraktiv und abwechslungsreich die Region Gardesee ist.

In Torbole parken wir unsere Bikes um uns eine Erfrischung gönnen. Zurück geht es dann wieder über die Gardesana Occidentale nach Malcesine.

Die Tour ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und wird gegen Ende hin noch einmal richtig sportlich und anstrengend.

Panoramatour Punta Larici

Riva – Ponale – Pregasina – Bocca Larici – Passo Rocchette – Passo Pestana – Passo Nota – Pieve – Limone

Schwierigkeitsgrad: teilweise sehr anspruchsvoll
Dauer: 7 Std. mit Pausen und Fotostops. Reine Fahrzeit ca. 3,5 Stunden 
Unbedingt genügend Flüssigkeit mitnehmen!

Diese Panoramatour – wie ich sie benannt habe – führt durch eine traumhafte Kulisse mit vielen Ausblicken auf den Gardasee, hoch über dem See entlang. Dabei kommst du auch am spektakulärsten Aussichtspunkt des Gardasees vorbei: dem Punta Larici bei Bocca Larici.

Wir starten in Riva, wo wir von Malcesine aus mit der Fähre anreisen. Ende dieser sehr anspruchsvollen Tour ist für uns in Limone. Von hier aus nehmen wir die Fähre wieder zurück nach Malcesine. 

Von Riva geht es zuerst erneut über die Ponale Straße bis zum Belvedere Restaurant. Gleich danach an der Abzweigung links abbiegen in Richtung Pregasina. Im Ort angekommen folgen wir den Schildern nach Bocca Larice. Der Weg führt zuerst zur Kirche und dann direkt daran vorbei weiter auf Forst- und Schotterwegen. Zwischendurch sind extreme Steigungen zu überwinden. 

Am Bocca dei Larici empfehle ich, das Rad zu parken und zu Fuß durch den schmalen Waldpfad hinauf zum Aussichtspunkt Punta Larici zu gehen. Kleiner Insidertipp von uns: zum berühmten und vielbesuchten Aussichtspunkt geht es nach links weg. Der rechte Weg führt aber auch zu einem wunderbaren Vista-Point, den du dann ganz alleine mit Blick auf Riva genießen kannst.  

Vom Bocca dei Larici geht es dann über einen Schotterweg bis zur Malga Palaer. Bei der Alm rechts abbiegen und dem Weg weiter folgen. Kurz darauf kommst du zu einer Abzweigung, die steil nach links oben weggeht. Ein schmaler Pfad weist den Weg zum Passo Rocchetta. Hier bist du (leider) richtig, obwohl der Trampelpfad sehr steil und kaum befahrbar ist. Für E-Biker heißt es jetzt leider ein ganzes Stück lang schieben. Vorsicht – viele Mountainbiker fahren diese Strecke von der anderen Seite und kommen dir mit hoher Geschwindigkeit entgegen.

Die Mühen lohnen sich dann aber auf jeden Fall. Sobald du am Passo Rocchetta angekommen bist, wirst du mit einem unglaublichen Ausblick belohnt.

Folge den Schildern die zur Baita Segalla, dem Passo Nota oder nach Bocca dei Fortini weisen. Davor musst du aber noch ein kurzes Steilstück bergab bewältigen. 

Technisch nicht mehr allzu schwierig führt der Weg dann durch Wälder und weiter am Abgrund entlang. Teilweise wurde er sogar direkt in die Felsen geschlagen. Durch die wunderbare Landschaft gibt es immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Gardasee als Belohnung. 

Bei Bocca dei Fortini nicht zum Ledrosee abbiegen, sondern geradeaus weiterfahren in Richtung Passo Nota. Davor passierst du noch den Passo Bestana auf 1.270 m Seehöhe. Am Passo Nota gibt es ein Rifugio der Alpini. Danach sind wir die 16 Kehren auf der Asphaltstraße hinunter zum Ort Vesio gefahren. Direkt beim Rifugio könntest du auch die bekannte Tremalzo-Runde zum Ledrosee weiterfahren.  

Wieder in der Zivilisation in Vesio angekomm en, haben wir uns schließlich noch auf den Weg zum Ort Pieve gemacht. Das kleine, verschlafene Dorf liegt auf einem Felsplateau hoch über dem Gardasee. Vom Platz vor der Kirche aus hast du eine traumhafte Aussicht auf den See und Malcesine, das genau gegenüber liegt.

Im Ortszentrum von Pieve muss ich meine Energiespeicher wieder ein wenig auffüllen und den Ort und die ruhigen Gassen ein wenig erkunden. Gestärkt fahren wir dann abschließend noch auf der Landesstraße hinunter nach Limone bis zum Fährhafen.

Persönlicher Insidertipp:
Die berühmteste und schönste Panoramastraße des Gardasees, die Strada della Forra, verbindet den See mit dem Ort Pieve. Im Sommer ist die Straße tagsüber aber leider nur als Einbahn von unten nach oben befahrbar. Über die Straße kommst du auch nach Tremosine, das zu den schönsten Dörfern Italiens zählt.

Kennst du noch weitere E-Bike-Touren am Gardasee? Ich freue mich über weitere Tipps und Anregungen in den Kommentaren.

Gefällt dir mein Beitrag? Dann teile ihn gerne über deine Social Media Kanäle oder merke ihn auf Pinterest. 


Transparenz: Werbung, unbeauftragt und unbezahlt! Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde! Wir sind für sämtliche Kosten während dieses Aufenthalts selbst aufgekommen. 

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Vielleicht magst du auch das...

noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

mit dem Absenden deines Kommentars stimmst du der Speicherung deiner Daten zu