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Blick auf Cividale

Cabrio Tour Cividale

Da ich mir im letzten Sommer ein Mini Cabrio gekauft habe, machen wir sonntags nun gerne eine Ausfahrt “oben ohne”. Wenn es heiß ist, zieht es uns an einen der vielen schönen Kärntner Seen. Im Frühling und Herbst treiben wir uns gerne im Alpe-Adria-Raum herum. An einem schönen Wochenende im April hatte ich wieder einmal Sehnsucht nach einem meiner Lieblingsorte in Friaul: Cividale!
Also: nix wie ab nach Bella Italia.

Inhalt:

Cabrio Route

Unsere Route führt uns dieses Mal von Hermagor nach Tarvis und von dort weiter über die SS54 zum Predilsee. Über den Predilpass geht es durch das Soča-Tal bis nach Kobarid. Dort führt die Abzweigung links weg zur italienischen/slowenischen Grenze, wo die SS54 dann wieder weiter führt bis nach Cividale. Nach dem Aufenthalt in Cividale geht es ostwärts die Begstraße zum Castelmonte hinauf.
Der Heimweg führt über die SR356 durch die friulanischen Weinberge bis nach Tarcento, wo wir auf die SS13 abbiegen. Direkt an dieser Bundesstraße liegt mein zweiter Lieblingsort in Norditalien: Venzone, das der geneigte Leser meines Blogs schon vom berühmten Kürbisfest kennt. Dort haben wir natürlich auch noch einen Zwischenstopp eingelegt.

Cabrio_Tour_Cividale

Tarvis, Predilsee und Predilpass

Gerade am Wochenende wuselt es in Tarvis so richtig. Viele ÖsterreicherInnen aus Villach und dem Klagenfurter Raum kommen, um dem Markt einen Besuch abzustatten. In Tarvis gibt es aber auch ganz tolle Restaurants und Cafès. 9 km südlich von Tarvisio liegt Cave del Predil, einen Kilometer weiter dann der Lago del Predil – der Predilsee. Hier lohnt es sich auf alle Fälle einen Fotostopp einzulegen. Der See ist in jeder Jahreszeit ein richtiges Juwel.

Predilsee bei Tarvis

Predilsee-Raibl

Vom Predilsee geht es auf den Predilpass. Die 32 km lange und maximal 14% steile Straße verbindet Tarvis in Italien mit Bovec in Slowenien. Vom Pass hat man in Richtung Slowenien einen schönen Ausblick auf den Mangart (2678 m) und Teile des Triglav-Nationalparks. Auch hier lohnt es sich einen Stopp einzulegen um die wunderbare Berkulisse zu genießen.

Predilpass

Predilpass

Triglav-Nationalpark

Blick auf den Mangart und den Triglav Nationalpark

Soča-Tal

Die Soča entspringt einer Karstquelle im Nordwesten Sloweniens im Nationalpark Triglav nahe dem Vršič-Pass. Sie hat eine Länge von 140 Kilometern und mündet südlich von Monfalcone in den Golf von Triest. Auf der italienischen Seite wird der Fluss Isonzo genannt. Die Soča ist bekannt für ihr kristallklares und türkisblaues Wasser. Für naturverbundene Menschen ist das Soča-Tal ein Outdoor-Paradies. Wandern, Paragliding, Schluchtenwanderungen, Klettern, Bouldern, Canyoning uvm. – hier wird alles geboten. Alle Tipps findest du bei Blogger Sebastian. Richtige Naturburschen übernachten dann am besten auf einen der vielen Campingplätze entlang des Tales.

Besonders das Örtchen Kobarid fand ich beim Durchfahren sehr nett. Hier lohnt sich sicherlich ein Stopp für eine Kaffee-Pause in einem der netten Lokale direkt an der Straße.

Soca in Slowenien

Blick auf die Soca

Cividale

Diese historische Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Stadt gehört mittlerweile zum UNESCO Welterbe. Schon unter Caesar wurde Cividale zur Stadt erhoben. Hier waren die Goten, Langobarden, Karolinger, die Stadt Venedig und letztendlich das Haus Habsburg an der Macht. Cividale verfügt über charmante Gassen, wunderschöne Plätze und viele tolle Lokale. Achtung – diese haben aber nicht durchgehend geöffnet! Wenn du hungrig bist, musst du unbedingt beachten, in der Mittagszeit wo einzukehren. Am Nachmittag stehtst du sonntags vor verschlossenen Türen.

Ein paar Eindrücke von Cividale:

palazzo comunale

der Palazzo Comunale

Innenstadt Cividale

Platz in Cividale

Piazza Diacono Paolo – der schönste Platz der Stadt

Duomo Cividale

Palazzo Comunale mit dem Dom

Altstadt Cividale

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Teufelsbrücke (Ponte del Diavolo). Sie führt über den Fluss Natisone in die Altstadt. Die Brücke ist der beliebteste Fotopoints der Stadt, denn von hier hast du einen wunderbaren Ausblick auf die historische Skyline.

Skyline Cividale

Teufelsbrücke über Natisone

Blick auf Cividale

Altstadt Cividale

Restauranttipp:

Am Piazza Foro Giulio Cesare, 15 musst du unbedingt die Osteria/Trattoria “Alla Speranza” aufsuchen. Das Lokal ist sehr schön und rustikal eingerichtet. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend und wir haben hier ausgezeichnete Calamari fritti gegessen.

Castelmonte

Das Kapuzinerkloster liegt auf 618 m Seehöhe nur 10 km von Cividale entfernt und ist eine beliebte Marien-Wallfahrtstätte.

Schon die Fahrt über die enge Straße durch den Wald ist spektakulär. Die massiv gebauten Wehrhäuser drängen sich pittoresk um die Kirche an der Hügelspitze. Der Parkplatz oben bietet genügend Autos Platz. Vom Parkplatz aus führen Stufen zum Tor hinauf zur Hauptgasse bis zur Kirche. In der Wehrburg befinden sich auch ehemalige Handwerkerhäuser, die der Versorgung der Pilger dienten. Heute gibt es dort ein Lokal und einen Souvenirladen. Vom Castelmonte aus hast du einen wunderbaren Ausblick auf die Hügellandschaft rund um Cividale.
Castelmonte

Ausblick Castelmonte

Torbogen Castelmonte

das Tor zum Castel

Kloster Castelmonte

Castelmone

Colli Orientali del Friuli

Dieses Weinbaugebiet der Region Friaul-Julisch Venetien grenzt an Slowenien. Die Julischen Voralpen schützen die Weinberge vor den kalten Nordwinden, während die milde Luft vom Mittelmeer ein für den Weinbau sehr günstiges Mikroklima schafft. Bekannte Weine, die aus dieser Region stammen sind: Chardonnay, Pinot Grigio, Sauvignon Blanc sowie der heimische Tocai Friulano. Die typischen Rotweinsorten sind der Refosco, Merlot und Pinot nero.

Für den Heimweg lohnt es sich auf jeden Fall, durch die Hügellandschaft zu fahren. Der schönste Ort hier ist Faedis, wo du direkt durch die Weinberge fährst und links und rechts der Straße Cantinen und Agriturismen zu sehen sind.

Faedis in Friaul

Faedis

Venzone

Der kleine Ort ist von einer imposanten Stadtmauer umgeben. Zu sehen gibt es in Venzone eigentlich nur den Piazza Municipio mit dem Rathaus, ein paar Cafès, Bars und Lavendelgeschäfte. Dort werden verschiedene Produkte aus oder mit dem Duft von Lavendel angeboten. Es ist total nett hier zu stöbern – und jede Frau findet da garantiert eine Kleinigkeit. Lavendel wirkt entzündungshemmend bei Hautproblemen, beruhigend auf die Psyche und auch wohltuend bei Magen- oder Darmproblemen. Was mit einer einfachen Geschäftsidee begann ist dort heute ein stetig wachsendes Geschäftsfeld. Die Marke “Lavanda di Venzone” ist ein qualitativ hochwertiges Lokalprodukt, das mittlerweile die gesamte Region belebt. Es gibt sogar eine Filiale dieses Geschäftes in der Villacher Innenstadt.

Rathausplatz Venzone

Piazza Municipio

Lavendelgeschäft in Venzone

liebevolle Dekoration weist überall auf den Lavendel hin

Platz in Venzone

Lavendel-Geschäft in Vezone

Venzone del Friuli

 

Diese Cabrio-Tour ist ein wunderschöner Tagesausflug in das Herz von Friaul. Unser Heimweg führt uns über den Nassfeldpass/Passo Pramollo. In dieser Variante ist die zurückgelegte Wegstrecke ca. 260 km. Alternativ kannst du deinen Heimweg natürlich auch über den Plöckenpass (Abzweigung Carnia – Tolmezzo SS52) oder wieder durch das Kanaltal über Tarvis wählen.

Weitere Lesetipps:

Ich hoffe, meine Cabrio-Tour hat dir genauso gut gefallen wie uns. Ich freue mich wie immer über weitere Insidertipps, Fragen und Anregungen in den Kommentaren.

Du möchtest diese Tour selbst einmal fahren? Dann gibt es diesen Bericht als Download zum mitnehmen für dich.

Alles Liebe,
Anita

 

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9 Kommentare

  • Antworten Magda

    Hey Anita, vielen Dank fürs Verlinken meines Blogbeitrags! 🙂 Dein Artikel und die Bilder sind wirklich großartig geworden! Ich hab gleich richtig Fernweh bekommen, als ich die ganzen Orte gesehen habe, an denen ich auch schon war… Liebe Grüße, Magda

    18. Mai 2017 at 14:14
  • Antworten Diana

    Hallo Anita,
    was für ein schöner Bericht und sooo toll für eich, dass ihr Tagesausflüge nach Italien machen könnt. Von Berlin aus ist das ja doch eine etwas längere Anfahrt…
    Ich bin gespannt, wohin es Dich noch mit dem Mini-Cabrio verschlägt.
    LG Diana

    5. Mai 2017 at 17:45
  • Antworten Wolfgang

    Sehr inspirierend, liebe Anita! Wenn das Wetter entsprechend ist, werde ich die Tour im September mit dem Motorrad fahren.

    Beste Grüße, Wolfgang

    4. Mai 2017 at 8:34
  • Antworten Alnis

    So schöne Bilder! Ich bin ein riesiger Italien Fan und bin, wann immer ich ein wenig Zeit habe in Italien. Die Gegend kenne ich noch gar nicht, leider, aber ich sehe schon dort muss ich hin!
    Liebe Grüße an dich und einen schönen Dienstag
    Nicole

    2. Mai 2017 at 12:32
  • Antworten Monika und Petar Fuchs

    Für einen Tagesausflug ist die Tour ab Bayern etwas zu weit. Aber ich merke sie mir vor für unsere nächste Reise nach Slowenien oder Italien. Sie klingt auf jeden Fall sehr interessant.

    1. Mai 2017 at 18:27
  • Antworten Elena

    Liebe Anita,
    danke für die Erwähnung 😀
    Die Route ist toll und vieles davon besuche ich immer und immer wieder.
    Viele Grüße
    Elena

    30. April 2017 at 20:47
    • Antworten Anita

      Bitte gerne, liebe Elena! Wenn es um irgendeinen Beitrag zum Thema Italien geht, dann gehört dein Blog einfach dazu 🙂 GLG, Anita

      1. Mai 2017 at 13:30
  • Antworten Natascha

    Liebe Anita,
    das ist ja mal ein schöner Ausflug und dann auch noch mit einem so tollen Auto!
    Hat sicher Spaß gemacht und ich beneide dich um die Nähe zu Italien! Da habt ihr es echt super gut. Wobei Kärnten ja auch der Wahnsinn ist!
    LG Natascha

    29. April 2017 at 19:45
    • Antworten Anita

      Vielen Dank, liebe Natascha! Ja, mit dem Mini versuchen wir nun die Nähe zu Italien ein wenig auszunutzen 😉 Bei einem deiner nächsten Trips an die obere Adria musst du unbedingt mal einen Abstecher nach Cividale machen! GLG, Anita

      29. April 2017 at 20:24

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