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Wien: mein Songcontest-Tagebuch

Wien im Songcontest Fieber

Der Eurovision Song Contest macht zum 60. Jubiläum Station in Wien und dieses Großereignis möchten wir uns nicht entgehen lassen. Zudem bietet sich das lange Pfingswochenende gut für einen gemeinsamen Städtetrip mit Otmar, Petra und Christine an.

Freitag, 22.05.2015

Am frühen Nachmittag startet die Reise unseres Vierergespanns nach Wien. Nachdem wir alle direkt vom Büro kommen und noch niemand zu Mittag gegessen hat, legen wir einen Zwischenstopp bei der Autobahnraststätte in Griffen ein. Gut gestärkt geht die Reise durch den Pfingstverkehr dann direkt nach Wien in die Innenstadt zum Hotel Falkensteiner am Schottenfeld, wo wir gegen 19.30 Uhr ankommen.

Wir haben nur wenig Zeit, um uns frisch zu machen und in Schale zu werfen. Bereits um 20.00 Uhr werden wir schon wieder vom Taxi abgeholt, das uns in den DC-Tower, dem modernsten und aktuell zweithöchsten Gebäude Österreichs bringen soll. Im Restaurant in der 57. Etage, das zum Meliá Hotel gehört dinieren wir sehr edel. Das Restaurant ist sehr nobel und der Ausblick über die Stadt wirklich grandios (der Dresscode wird übrigens bei der Reservierung vorgegeben).

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ausgezeichnetes Essen im Restaurant 57

Nach dem ausgezeichneten Essen wechseln wir dann in die Lounge Bar in den 58. Stock, um dort um Mitternacht mit Cocktails und Shots auf den Geburtstag von Otti anzustoßen. Die Lounge verfügt auch über eine Terrasse und am Wochenende legen  hier oft DJ’s auf. Diese Bar ist momentan sicher eine der heißesten Dating-Locations in Wien.  Wir wechseln dann noch in ein Irish-Pub in die Innenstadt bevor wir kurz vor dem Morgengrauen unser Hotelzimmer aufsuchen.

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Samstag, 23.05.2015

Der Samstag beginnt trüb und regnerisch, was uns dazu veranlasst in Ruhe auszuschlafen und ziemlich spät zum Frühstück zu gehen. Im Frühstücksbereich wimmelt es von Gästen, viele davon bilden Abordnungen einiger  Song-Contest  Teilnehmer oder sind die Interpreten selbst (Italien – Il  Vuolo).

ESC in Wien

ESC in Wien

Ursprünglich wollten wir am Samstag den Tierpark Schönbrunn und den Naschmarkt besuchen, aufgrund des anhaltenden starken Regens lassen wir das jedoch bleiben. Wir schlendern nach dem Frühstück in Richtung U-Bahn Station Thaliastraße, von wo aus wir zur Stadthalle bzw. zur Lugner City fahren möchten. Davor kehren wir noch auf einen „Frühschoppen“ im Buffalos Saloon in der Lerchenfelder Straße ein, den wir auf dem Weg dorthin entdecken.

Bei der U-Station Burggasse/Stadthalle vernehmen wir sofort die Stimme von Conchita, der wir ja die Austragung des 60. Songcontests in Wien zu verdanken haben. Während der ESC-Zeit in Wien ist ihre humorvolle Ansage in der U-Bahn zu hören. Wir besuchen kurz die Lugner City, nachdem uns aber nicht unbedingt nach ausgiebigem Shoppen ist schlendern wir weiter zur Stadthalle, um ein wenig Song-Contest-Flair aufzusaugen. Leider ist das Wetter ja extrem schlecht, bei warmen Temperaturen und Sonnenschein wäre die Stimmung in der ganzen Stadt sicher noch ausgelassener. Nachdem wir vor der Stadthalle ein paar Fotos schießen fahren wir weiter zum Schwedenplatz.

Unser nächstes Ziel ist das Hard Rock Café in die Rotenturmstraße. Wir beschließen dort zu essen, nachdem wir zufällig einen großen Tisch ergattern. Erst beim Studieren der Karte bemerken wir wie groß der Hunger in Wirklichkeit ist, und so bestellen wir verschiedene Gerichte für unseren Round-Table, an denen sich jeder ausgiebig bedienen kann. Das Essen ist sehr, sehr lecker, das Ambiente und das Personal wie in allen Hard Rock Cafés toll und sehr freundlich.

Im Anschluss daran machen wir noch einen Abstecher in unser Hotel, um vor dem Abendprogramm noch ein wenig Energie zu tanken.

Den Finalabend des ESC2015 in Wien verbringen wir beim Public Viewing am Rathausplatz, den wir zu Fuß in 15 min. vom Hotel aus erreichen können. Über 24.000 Menschen aller teilnehmenden Nationen strömen zum größten Public Viewing in Wien, sodass der Platz bei Beginn der Show gesperrt werden muss. Das Wetter ist uns zum Glück gnädig, es nieselt nur mehr ganz leicht und hört dann irgendwann sogar ganz auf zu regnen. Die Stimmung ist sehr gut und ausgelassen bis dann nach der Verkündung der Voting-Ergebnisse Schweden als Sieger feststeht und die Party am Rathausplatz gegen 2.00 Uhr endet.

Public Viewing Songcontest Wien Rathausplatz

Rathausplatz Wien ESC

Sonntag, 24.05.2015

Wir möchten heute Vormittag das Haus des Meeres besuchen, das zu Fuß vom Hotel aus in kurzer Zeit zu erreichen ist. Leider steht dies anscheinend bei vielen Familien heute ebenso am Programm, vor dem Gebäude hat sich bei unserem Eintreffen bereits eine lange  Warteschlange gebildet. Da wir nicht so viel Zeit mit Warten vergeuden möchten machen wir uns auf den Weg in das Herz der Stadt, zum Stephansplatz, wo gerade der Stephans-Kirtag stattfindet. Die unterschiedlichen Stände bieten jedoch nichts an was unseren Geschmack trifft so spazieren wir weiter in Richtung Kärntnerstraße wo wir auf der Suche nach einem guten Café ein wenig die Auslagen begutachten. Am Austria-Shop kommen wir nicht vorbei, ohne ein paar Wien-Souvenirs zu shoppen.  Schließlich kehren wir beim Gerstner, K&K Hofzuckerbäcker gegenüber der Wiener Staatsoper ein und genießen dort Melange mit Apfelstrudel bevor wir Richtung Wiener Prater weiterziehen.

Dort angekommen finden wir vor Madame Tussaud’s leider das gleiche Szenario vor wie beim Haus des Meeres, wir warten dann aber doch in der Schlange ca. 75 min. auf den Einlass, da wir schließlich zumindest einen Punkt unseres Sightseeing-Programms abhaken möchten. Das Wachsfigurenkabinett in Wien ist nicht sehr groß, jedoch genauso teuer wie andere Häuser in London, Amsterdam oder NYC. Für jemanden, der noch keine der Ausstellungen besichtigt hat ist es eventuell ganz nett anzuschauen, unbedingt sehen muss ich es aber kein weiteres Mal. In Wien sind neben internationalen Stars auch einige österreichische Persönlichkeiten wie die kaiserliche Familie, namhafte österreichische Politiker oder nationale Sportgrößen wie David Alaba, Hans Krankl oder Franz Klammer zu sehen. Ganz neu ist die Figur von Conchita Wurst, einmalig sicher auch Udo Jürgens am Klavier.

Madame Tussauds Wien

Madame Tussauds Wien

Im Anschluss daran streifen wir noch ein wenig durch den Wurstelprater, wie der Vergnügungspark des Praters gerne im Volksmund genannt wird. Nach einer schaurigen Fahrt mit der Geisterbahn machen wir uns auf den Weg ins Schweizerhaus, wo wir im Vorfeld schon einen Tisch reserviert haben und uns mit Freunden treffen. Das Schweizerhaus ist eine Wiener Institution, die seit langem bekannt ist für bodenständige Hausmannskost, besonders die gebratene Stelze mit frisch gezapftem Budweiser-Bier. Das bekannte Lokal gehört zu Wien wie der Stephansdom oder das Riesenrad. Wir schlagen natürlich alle ausgiebig zu, neben der Stelze kosten wir uns noch durch Schnitzel, Kartoffelpuffer, Krautsalat und Kartoffelsalat.

Wir verlassen den Prater in Richtung Stephansplatz, wo wir noch einen kurzen Shopping-Zwischenstopp im Manner-Store einlegen bevor sich unser Grüppchen in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus niederlässt. Dass „Kaffee Alt Wien“ in der Bäckerstraße im 1. Bezirk ist leider überfüllt sodass wir uns ein Stückchen weiter im Cafè Engländer noch leckere Süßspeisen gönnen.

Stephansdom

Stephansdom

Den Abend lassen wir vier Kärntner dann im Hotel an der Bar noch gemütlich ausklingen.

Montag, 25.05.2015

Nach dem Frühstück müssen wir leider schon wieder auschecken und unsere Heimreise antreten. Bevor wir Wien jedoch ganz den Rücken kehren besuchen wir noch den Wiener Zentralfriedhof, wo wir uns einige Ehrengräber beim Tor 2 ansehen möchten.

Es mag etwas sonderbar anmuten, als “Sightseeing-Programm” am  Wiener Zentralfriedhof spazieren zu gehen, es ist jedoch sehr empfehlenswert und etwas ganz Besonderes. Der Friedhof ist sehr groß und möchte man so viele Eindrücke wie möglich sammeln sollte man sich mindestens einen halben Tag dafür Zeit nehmen. Es ist interessant und entspannend, durch die Ehrengräber österreichischer Persönlichkeiten zu streifen, der Friedhof hat eine sehr spezielle und beruhigende Atmosphäre. Wir haben das Grab von Udo Jürgens besucht, dessen Ruhestätte vor kurzem fertiggestellt wurde. Zu finden sind auch die Ehrengräber vieler bekannter Komponisten (Beethoven, Schubert, Strauß,…), Schriftsteller, Schauspieler und natürlich der großen österreichischen Politiker. Der Besuch des Zentralfriedhofs gehört zu den außergewöhnlichsten Erlebnissen, die ich bei einem Städtetrip je erfahren durfte.

Grab Falco

Es lebe der Zentralfriedhof..

Strauss und Brahms am Zentralfriedhof

Strauss und Brahms am Zentralfriedhof

Der alte jüdische Friedhof, der Teil des Zentralfriedhofs ist, soll auch etwas ganz Besonderes sein, leider war uns der Besuch zeitlich nicht möglich.

Nach diesem interessanten Zwischenstopp geht es für uns schließlich wieder Richtung Kärnten, wo sich alle unsere Wege dann am späten Nachmittag wieder trennen.

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